Unterstützen Sie unser Projekt "Spezialschule für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum Störungen
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Unterstützen Sie unser Projekt "Inklusion im historischen Zentrum von Havanna"
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Unterstützen Sie unser Kindermusikprojekt "Suzuki in Santiago de Cuba"
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20 Jahre Camaquito - Wir feiern

Wir schauen zurück auf zwanzig tolle Jahre Camaquito. Wir sind stolz darauf, was wir gemeinsam mit allen Beteiligten für Kinder in Kuba erreicht haben. Hier erfahren Sie, welche Projekte wir umsetzen konnten und was wir in Zukunft geplant haben. Camaquito-Gründer Mark Kuster erzählt von unserer Entstehungsgeschichte. Auch Freunde und Wegbegleiter*innen von Camaquito lassen die letzten Jahre Revue passieren. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zukunft, in der wir noch mehr Kindern in Kuba ein Lächeln ins Gesicht zaubern können.

Unsere Projekte

Rückblick

Rund 4 Millionen Spendenfranken konnten wir in den letzten 20 Jahren in Kuba in die Entwicklung von tausenden von Kindern und Jugendlichen investieren. Unter anderem flossen Beiträge in folgende Projekte und Initiativen:

Spezialschulen und Inklusion

Zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen werden einerseits Spezialschulen unterstützt. Das erste Projekt von Camaquito war die Renovation der Spezialschule für sehbehinderte, blinde und gehörlose Kinder in Camagüey. Ebenfalls wird in Camagüey die Spezialschule für Kinder und Jugendliche mit Autismus-Spektrum-Störungen unterstützt. Im Weiteren werden diverse soziokulturelle und sportliche Aktivitäten mit dem Ziel der Inklusion gefördert.

Trinkwasserprojekte

In ländlichen Gebieten der Provinz von Camagüey wurden in den letzten 20 Jahren auch Trinkwasserprojekte in 4 Landgemeinden umgesetzt. Zusätzlich wurde die Arbeitsbrigade unterstützt, die für den Unterhalt des Wasser- und Abwassersystems der Stadt Camagüey verantwortlich ist. Das 1927 erbaute Kanalisationssystem der Stadt Camagüey hatte sich im Laufe der Zeit nur geringfügig weiterentwickeln können.

Entbindungsklink Camagüey

Die Entbindungsklinik von Camagüey «Ana Betancourt de Mora» ist, bezogen auf die Anzahl Geburten, die zweitgrösste in Kuba. Es werden jährlich gegen 6’500 Kinder geboren. Camaquito hat in den letzten Jahren über USD 350‘000.- in die Renovation und den Unterhalt investiert.

Kindermusikprojekt «Suzuki» in Santiago de Cuba

Ziel bei diesem Projekt ist der Einstieg in den Musikunterricht für Kinder ab 3 Jahren. Dabei sollen die Kinder im Hören und Beobachten sensibilisiert werden. Der Unterricht wird kostenlos angeboten. Die Kinder werden von einem Gremium ausgewählt. 

Kinderfussballprojekt in Camaqüey

Mittels Fussballspielen soll das Freizeitangebot vor allem in den Aussenquartieren verbessert werden. Aber nicht nur Fussball als Sportart steht im Zentrum, sondern auch begleitende pädagogische und soziokulturelle Aktivtäten werden gefördert. 

Ausblick​

Mit ungebrochener Leidenschaft startet Camaquito ins dritte Jahrzehnt. Neue Projekte ergänzen die bisherigen Erfolgsgeschichten in Camagüey. In Zukunft sind unter anderem zusätzliche Aktivitäten in der Provinz Santiago de Cuba und in der Hauptstadt Havanna geplant.

Fachkräfte vor Ort

Unser Projektverantwortlicher Mark Kuster wird bei der Projektausarbeitung und Realisierung vor Ort von kubanischen Fachkräften unterstützt. Die Spendengelder werden nicht im Empfängerland verteilt, sondern deren Einsatz von Camaquito vor Ort kontrolliert und direkt in die einzelnen Projekte investiert.

Kinderspital Santiago de Cuba

Mit diesem Projekt soll der Hörsaal renoviert und erweitert werden. Ziel ist es, daraus ein kleines Kultur-, Begegnungs- und Konferenzzentrum entstehen zu lassen. Die erkrankten Kinder (darunter auch Krebspatienten) verbringen zum Teil längere Aufenthalte in diesem Kinderspital. Auch Kinder aus anderen Provinzen erhalten dort Pflege. Um ihnen den Spitalaufenthalt angenehmer zu machen, ist dem Thema «Freizeitbeschäftigung» grosse Bedeutung zu schenken. Der emotionale Zustand der Kinder, ihrer Familien sowie des Fachpersonals kann so positiv beeinflusst werden, was sich wiederum erfolgreich auf den Heilungsprozess auswirken kann.

Inklusion Altstadt Havanna

Ziel ist die verbesserte Inklusion der in der Altstadt von Havanna lebenden Menschen mit Behinderungen. Unterstützt werden vier Institutionen, darunter eine Spezialschule sowie eine Coiffeur-Schule und ein Coiffeur-Salon.

Camaquito startet ins neue Jahrzehnt voller Motivation und Freude über das Erreichte, aber auch im Bewusstsein, dass Engagement und Durchhaltewillen sich lohnen. So werden auch in Zukunft unzählige Kinder und Jugendliche von der Projektarbeit in Kuba profitieren.

Der Camaquito-Vorstand

Der unsichtbare Camaquito-Engel im Hintergrund

Ich bin seit 2004 Mark Kusters Assistentin und führe die Geschäftsstelle Camaquito Schweiz. Ich bin Anlaufstelle für alle administrativen und spendentechnischen Belange. Zudem bin ich für den Support der Homepage verantwortlich und unterstütze Mark Kuster vor allem im organisatorischen Bereich. Für mich ist Camaquito viel mehr als nur eine ehrenamtliche Arbeit bei einer Kinderhilfsorganisation. 

Camaquito ist für mich eine Herzensangelegenheit. Die Tätigkeit bereitet mir unglaublich viel Freude und gibt mir zudem die Möglichkeit mitzuhelfen, die oft sehr schwierigen Lebensumstände der Kubanerinnen und Kubaner nachhaltig verbessern zu können. Nebenbei kann ich so Kuba und seinen Menschen etwas Weniges von all dem Vielen zurückzugeben, was mein Leben seit vielen Jahren auf so unglaubliche Art und Weise bereichert.

Sibylle Huber
Ehrenamtliche Assistentin des Gründers und Geschäftsführers von Camaquito

Zahlen mal anders

«Ballett Carmen» im Theater Winterthur 2018

  • Musikalische Begleitung durch das Musikkollegium Winterthur:
    Anzahl Musiker 49
    Anzahl Dirigenten 1
    Proben Orchester in Stunden 8.5
    Proben Orchester & Bühne in Stunden 8

Airline Unterstützung

  • Anfänglich Balair, zwischenzeitlich Belair, heute Edelweiss
Spenden über 4 Millionen CHF
 
  • Spenden à CHF 20.00 626 (Stand 31.05.2020)
  • Spenden à CHF 200.00 710 (Stand 31.05.2020)
  • Spenden à CHF 2000.00 68 (Stand 31.05.2020)

Hilfscontainer nach Kuba

  • Erster Transport nach Kuba: 300 ausgediente Computer und Bildschirme der ZKB
  • Anzahl Container: 12 Container direkt aus der Schweiz  und 30 vom naheliegenden Ausland (Mexiko, Panama)

Austausch – Cubanos zu Besuch in der Schweiz

  • 2010 Fussball-Projekt U15 16 Kinder, 2 Erwachsene
  • 2013 La Andariega 17 Kinder, 4 Erwachsene
  • 2015 La Andariega 12 Kinder, 5 Erwachsene
  • 2016 Jubiläum Camaquito 15 Jahre 1 Camaquito Clown
  • 2018 Ballett Carmen 18 Tänzer*innen, 6 Stab

Aufbauprojekte von Camaquito nach Wirbelstürmen

  • September 2008: IKE
  • November 2008: PALOMA
  • September 2017: IRMA

Arbeit von Camaquito in Kuba

  • Erstes Transportmittel von Mark Kuster: Kutsche und Pferd
  • Wohn- und Büroräumlichkeiten seit 2001: 3 Domizile
  • Anzahl Botschafter*innen seit 2001: 6 kubanische Botschafter*innen in der Schweiz
  • Spendengepäck Rekord: 16 Stück, welche Mark Kuster am Check-in als normales Gepäck aufgab

Entbindungsklinik Camagüey

  • Anzahl geborener Kinder seit der Unterstützung von Camaquito: 97‘500

Zwei Geschichten - zwei Perspektiven: Melissa und Pedro erzählen

Melissa Lucía Álvarez / 22 Jahre
Ehemalige Tänzerin der Kinder Tanz- und Theatergruppe «La Andariega»

Als siebenjähriges Mädchen war ich sieben Jahre lang Teil der Kinder Tanz- und Theatergruppe «La Andariega» in Camagüey. In dieser Gruppe und mit der bedingungslosen Unterstützung von Camaquito nahm ich an zahlreichen Veranstaltungen, Festivals und nationalen und internationalen Tourneen teil. Dank Camaquito durfte ich 2013 mit «La Andariega» die Schweiz und Deutschland besuchen. 

Als ich volljährig wurde, begann ich beim «Ballet Folklórico de Camagüey» und konnte mich dort zur professionellen Tänzerin ausbilden lassen. Zur gleichen Zeit kam ich wieder zu «La Andariega», aber diesmal als Tanzlehrerin. Inzwischen leite ich das integrative Projekt «Construyendo Sueños», das auf die integrale Entwicklung von Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis 12 Jahren mit Behinderungen abzielt, vor allem solchen, bei denen das Down-Syndrom diagnostiziert wurde. 

Aufgrund meiner Sehbehinderung war ich von 2006 bis 2012 Schüler einer Spezialschule. Für mich war diese Schule ein wunderbarer Ort der Freude, wo ich viel Liebe und eine gute Ausbildung für meine berufliche Zukunft erhalten habe. Camaquito hat uns immer unterstützt, war in den schwierigsten Zeiten an unserer Seite und hat uns all seine Liebe geschenkt.

Ich erinnere mich besonders an die Freude meiner blinden Mitschüler*innen, als sie die Braille-Schreibmaschinen benutzen konnten, bei deren Anschaffung und Reparatur Camaquito uns geholfen hat. Heute studiere ich Biochemie und Molekularbiologie an der Universität von Havanna. Selbst dort wird der Inklusion Bedeutung geschenkt. Sie bringt Licht dorthin, wo vorher nur Dunkelheit war. Danke, danke Camaquito und alles Gute zum 20-jährigen Jubiläum.

Pedro Carlos Saladrigas Bermúdez, 20 Jahre
Ehemaliger Schüler der Spezialschule für blinde, sehbehinderte und gehörlose Kinder «Antonio Suárez Domínguez» in Camagüey

Ich habe Mark Kuster als jungen, sehr engagierten Menschen vor über 20 Jahren, noch vor der offiziellen Gründung von Camaquito, in Camagüey kennen gelernt. Ich blicke gerne auf diese Zeit zurück, welche auch für mich zum Teil sehr intensiv war. Mark war so motiviert und überzeugt von seiner Idee, dass ich ihn ab und zu auch ein wenig «zurückhalten» musste. (...) Wir in Camagüey dürfen heute stolz auf Mark und Camaquito sein. Sie haben vor allem auch den Bildungssektor in all den Jahren mit viel Leidenschaft und Professionalität unterstützt. Mark Kuster ist einer von uns, ein Camagüeyaner mit Schweizer Wurzeln.

Raúl Fernández Alech, einer der ersten Kontakt von Mark Kuster in Kuba

Niedrige Verwaltungskosten

Seit der Gründung ist es das Ziel von Camaquito, den Verwaltungsaufwand tief zu halten. Bei Camaquito sprechen wir von max. 15%. Der Durchschnitt der letzten 20 Jahre war bei 12%. Wir verstehen unter Verwaltungsaufwand diejenigen Kosten, die ausserhalb von Kuba anfallen und nichts direkt oder indirekt mit den Projekten in Kuba zu tun haben; z.B. Fundraisingaktivitäten in Europa (Homepage, Versand von Infomaterial etc.), Geschäftsstelle in Zürich und Kosten, die in Zusammenhang mit der Buchhaltung / Jahresabschluss in der Schweiz entstehen etc.

Unsere tiefen Verwaltungskosten können wir deshalb garantieren, weil alle Personen in Europa ehrenamtlich für Camaquito arbeiten. Unter den Ehrenamtlichen sind eine Vielzahl von Fachkräften zu finden (z.B. Marketing, PR, IT), die ihre Dienstleistungen nicht verrechnen und wir somit dafür keine Verwaltungskosten haben. Im Weiteren sind wir stolz und sehr dankbar, dass wir treue Partner haben, die uns mit Sachleistungen unterstützen (Flüge nach Kuba, IT, etc.) oder Aufwände zu Selbstkosten verrechnen.

Unser einziger vertraglich angestellter Mitarbeiter ist der Gründer Mark Kuster. Am Anfang wurde er vollumfänglich zu 100% vom Förderverein Camaquito «Club Villa Mariana» finanziert. Unterdessen werden die meisten Kosten auch von Camaquito mitgetragen, da diese in den Projektaufwand fallen. Die tiefen Lebenshaltungskosten in Kuba und die Tatsache, dass Mark Kuster während seiner Aufenthalte in der Schweiz bei seinen Eltern lebt, machten es ihm möglich, in den letzten 20 Jahren mit einem bescheidenen Jahreslohn von durchschnittlich weniger als CHF 30‘000.— auszukommen.

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